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Wildfeuer fordert familiengerechtes Steuerrecht
(19.10.2009)

Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, hat die von den Regierungsparteien geplanten Maßnahmen zur Familienförderung als unzureichend kritisiert.  „Der augenblickliche Eiertanz in den Koalitionsverhandlungen um die Erhöhung des Kindergeldes und den Kinderfreibetrag lässt für die kommende Legislaturperiode nicht gerade das Beste für  Familien hoffen“, sagte Helene Wildfeuer am 16. Oktober 2009 auf der Frauenkonferenz des vbba in Koblenz. Zwar begrüßte sie den „guten Willen“ der Regierungskoalition, Familien steuerlich zu entlasten.  Der Ansatz jedoch bedeute keine Weiterentwicklung der aktuellen Betreuungssituation. „Deutschland braucht unabhängig von der Kindergelddiskussion mehr Kinderbetreuungseinrichtungen und qualifiziert ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, die leistungsgerecht bezahlt werden müssen“, so Wildfeuer. 

 Darüber hinaus forderte sie von den Koalitionären ein familiengerechteres, dem Gender Mainstreaming Rechnung tragendes Steuerrecht, das auch die Absetzbarkeit von Betreuungskosten als Werbungskosten beinhalte. „Nur so können wir sicherstellen, dass Familien nach ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit besteuert werden", so Wildfeuer.